In Kaum einem Anatomiebuch wird das Fasziengewebe dargestellt. Dabei ist es für die Form des Körpers ausschlaggebend.
Die Faszie ist ein Bindegewebe, dass wie eine feine, zähe Haut den gesamten Organismus durchzieht. Es umhüllt z. B. Muskelfasern, Muskelgruppen, Knochen, Nervenzellen, Blutgefäße und alle Organe; verbindet miteinander und bildet ein dreidimensionales, kontinuierliches Netz. Zur Faszie zählt u. a. die Flüssigkeit zwischen den Zellen in den Organgeweben als auch die Sehnen. Die Osteopathen sehen das Blut als die flüssigste Form und den Knochen als den härtesten Anteil des Fasziengewebes.
Dieses Gewebe gibt Halt und Orientierung in einem Körper mit seinen verschiedenen Systemen. Ida P. Rolf bezeichnete die Faszie auch als das "Organ der Form". Das Fasziengewebe gibt der Körperstruktur Stabilität als auch Flexibilität. Es dient nach Ida P. Rolf's Ansicht als Bindeglied zwischen den verschiedenen Systemen im Körper. In fast jeder Körperzelle sind Strukturen zu finden, die Faszien bzw. Umhüllungen bilden.
Wird ein Körper einseitig belastet, so bildet das Fasziengewebe eine Verstärkung an den Stellen, wo der Körper mehr Halt benötigt. Gewebefasern verkleben und verdicken, um zu schützen. Diese Funktion führt dazu, dass zwar eine erhöhte Stabilität gegeben aber auch Flexibilität genommen wird. Der Körper verliert an Elastizität und Beweglichkeit. |